Das richtige Farbprofil

 

Sie sollten ihre Bilddateien mit einem eingebetteten Profil anliefern. Wir berücksichtigen dieses Profil und gewähren so hohe Sicherheit hinsichtlich korrekter Farbwiedergabe.

Wenn Sie nichts angeben oder einbetten, so interpretieren wir ihre Dateien im sRGB Farbraum

- dem "kleinsten gemeinsamen Nenner" und üblicher Farbraum für PCs und Consumer Kameras. Geben Sie ihre Bilder zum Belichten, so wird auch immer sRGB angenommen.

Wir können aber auch mehr. Moderne Farbdrucksysteme können in bestimmten Farbbereichen - insbesondere auf hochwertigen Papieren- höhere Sättigungen als im sRGB Farbraum wiedergeben. Das sollten Sie nutzen und, wann immer möglich und sinnvoll, ihren RAW-Dateien beispielsweise den AdobeRGB oder auch den ECI-RGB Farbraum zugrunde legen.

Großer Farbraum ist nicht immer gut.

Der größte gebräuchliche Farbraum ist heute PROphotoRGB. Adobe Lightroom z.B. exportiert RAWs immer in diesem Farbraum. Das ist gut, solange Sie 16bit TIFFs verarbeiten und speichern. Wollen Sie z.B. JPG (immer 8bit) weitergeben, so ist PROphotoRGB schlecht: Großer Farbraum bedeutet nämlich nicht mehr Farben, sondern mehr Platz für Farben.

Der grosse Farbraum wird im JPG auch nur mit 8bit Werten beschrieben - und das bedeutet, dass die Abstände zwischen den Farbtönen größer werden (die 255 Werte müssen eine größere Strecke beschreiben) - für glatte Tonverläufe kann also eine Umwandlung in einen kleineren Farbraum (vor der Reduktion von 16bit -> 8bit !) durchaus sinnvoll sein.

Der Farbraum sollte immer so klein wie möglich und so groß wie nötig sein!

Schwarzweiß Bilder mit Grauprofil

Ihre Schwarzweiß Bilder drucken wir mit speziellen SW-Profilen. Deshalb müssen Sie uns keine Farbdateien anliefern.

Wandeln Sie ihre SW-Bilder in den Graustufenmodus und betten Sie ein Graustufenprofil - üblicherweise Gamma 2.2 - mit ein.

Gamma2.2 ist insbesondere die richtige Wahl, wenn Sie ihre SW-Bilder aus digitalen Farbaufnahmen im sRGB oder AdobeRGB Farbraum wandeln.

Diese Farbräume legen ebenfalls ein Gamma von 2.2 zugrunde - so muss nichts umgerechnet werden, allein die Farbanteile werden auf die Grauachse "eingeklappt".

Warum CMYK ungeeignet ist

Wandeln Sie ihre Bilddaten vor dem Druck nicht in das CMYK Farbmodell. Der gesamte photographische Workflow ist ein RGB-Workflow. Die CMYK Profile sind optimiert für dem Offsetdruck.

Die CMYK Wandlung ist nicht reversibel - einmal konvertiert, sind die Farben für immer verloren!

Unsere Drucker arbeiten zwar auch mit CMYK-Tinten, benutzen aber verschiedene Verdünnungsgrade - darunter allein drei Schwarztinten. Nur der Druckertreiber oder der RIP können entscheiden, wie ein Farbton bei vorgegebener Druckauflösung und Papier optimal zusammengesetzt werden kann.

Der Schwarzaufbau eines Tintenstrahldruckers ist völlig anders, als im Offsetdruck üblich. Die Farben und maximalen Sättigungen der Primärfarben unterscheiden sich ebenfalls erheblich vom Offsetstandard.

Nutzen Sie die Möglichkeiten und senden Sie uns RGB Dateien. Übrigens: Alle Scanner arbeiten im RGB Modus. Auch Trommelscanner-Dateien sollten Sie sich vor der CMYK Wandlung speichern lassen!