Von dpi und ppi: die richtige Auflösung
Es beginnt mit den Abkürzungen: dpi stehen für „Dots per inch“, also „Punkte pro Zoll“; ppi für „Pixel per inch“ - korrekt übersetzt also „Bildelemente pro Zoll“ (1 Zoll = 1 inch = 25,4 mm). Die häufig vertauschten ppi und dpi unterscheiden sich durch die Eigenschaft, dass ppi eine komplette Farbinformation enthalten, dpi aber nicht.
Jedes der „Pixel pro Zoll“ besteht aus typischerweise drei Farbwerten für die Komponenten Rot, Grün und Blau. Mit der "Pixelfrequenz" ppi bestimmen wir später die Auflösung des Bildes in der Vergrößerung.
Die dpi kommen noch aus den klassischen Druckverfahren und bezeichnen die Rasterweite der Halbtonraster, in denen verschieden große Punkte zur Simulation unterschiedlicher Tonwerte abgebildet werden. Ein „dot per inch“ kann also nur einen bestimmten Tonwerteindruck einer einzigen Druckfarbe wiedergeben. Daraus folgt dann auch logischerweise, dass sehr viele „Dots“ benötigt werden, um die Bildinformation eines Pixels wiederzugeben.
Damit wird klar, warum ein Tintenstrahldrucker z.B. 1440 dpi einsetzen muss, um ein Bild mit 300ppi wiedergeben zu können.
Scannerauflösungen und Ausgabeskalierungen von Bildern werden in ppi angegeben, Druckerauflösungen und Rasterweiten in dpi.
Die Auflösung eines Bildes wird von der Pixelzahl bestimmt. Eine Digitalkamera Canon EOS 10D beispielsweise erzeugt Bilddateien mit einer Pixelzahl von 3072 Pixel mal 2048 Pixel (pixel = picture elements). Pixel sind dimensionslos, d.h. ein solches Bild hat keine bestimmte Größe. Erst bei der Ausgabe wird bestimmt, in welcher Ausgabeskalierung (Pixel pro Zoll) die Bilddatei ausgegeben werden soll.
Werden hier beispielsweise 300ppi angesetzt, so kann aus der Originaldatei ohne Neuberechnung ein Bild der Größe ca. 10 Zoll x 6,8 Zoll erzeugt werden (3072p / 300 ppi = 10,24in; 2048p / 300ppi = 6,83in).
300ppi erreicht in der Regel das Maximum an Detailauflösung, das ein heutiger Drucker wiedergeben kann. Dies entspricht auch in etwa der Winkelauflösung des Auges im normalen Leseabstand (daher nennt Apple sein iPhone Display mit dieser Auflösung auch "Retina"). Für große Drucke (die auch mit einem größeren Abstand betrachtet werden) ergeben daher 120-200ppi immer noch hervorragende Ergebnisse.
Richtig scannen
Scannerauflösungen werden korrekterweise in ppi angegeben – bezeichnet wird die Zahl der Pixel, die pro Wegeinheit abgetastet werden kann. Bei der Einstellung des Scanners ist darauf zu achten, dass die Zahl der Pixel in der erzeugten Datei entscheidend sind:
Wird z.B. ein KB Negativ (24x36mm, ca. 1 x 1,5 Zoll) gescannt und soll eine ähnliche Datei, wie in dem vorangegangenen Beispiel aus der Digitalkamera erzeugt werden, so muss die Vorlage mit ca. 2000ppi gescannt werden. (1in x 2000ppi = 2000p). Aber aufgepasst: Scanner bieten häufig extrapolierte (hochgerechnete) Auflösungen an, die nichts mit ihrer wirklichen Auflösungsfähigkeit zu tun haben. Obere Grenze ist immer die native „optische“ Auflösung!
Wird die gleiche Datei von einer Vorlage in Postkartengröße gescannt, reicht eine Scanauflösung von 500ppi (ca. 4in x 6in gescannt mit 500ppi = 2000p x 3000p).
Mehr zum Thema Dithering finden Sie im Artikel des fineartprinters, hier zum Download als PDF:
Im 2880dpi-Raster gedruckte Dots - und wie das Auge sie sieht.


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